„Du sprichst, daß mir das Herz stehen bleibt,“ sagt sie.
Ich neige mich vor, daß ihr Haar meine Wange liebkost, ich schließe die Augen dabei.
„Wir haben Zeit!“ flüstert Ingeborg und lacht leise.
„Ja!“
„Es ist schön, im Dunkeln zu sitzen und die Sterne wandeln draußen vorbei.“
„Ja, es ist unsagbar schön.“
11
Was dachten sich wohl Knechte und Mägde, die im Hause hin- und hergingen? Sie blickten mich an und dachten, daß sich mein Verstand verwirrt habe. Sie begriffen nicht, weshalb die Treppe mit Blumen bestreut war, als ob eine Hochzeit wäre, sie begriffen nicht, daß im Zimmer des Herrn ein Teppich aus Kornblumen gebreitet war, heute, morgen aus Mohn, und an einem andern Tage aus Birkenlaub.
Dieses Haus war weiß Gott ein verzaubertes Haus! Oft öffnete ich die Türen aller Zimmer und ging durch alle Zimmer hindurch. Hin und her, mit einem von Freude und Freiheit geschwellten Herzen.