Wir plaudern. Wir schweigen. Wir lauschen auf das Lied des Vogels, der im stillen Parke von seinem Glücke singt. Die Nacht vergeht.

„Horche doch, was der Vogel singt, Axel! Hörst du alles? Nun sang er deinen Namen —“

Ingeborg sieht mich an — „bleibe so“, sagte sie, „bleibe so — schließe die Augen — lächle ein wenig, so! Überirdisch siehst du aus! Bleibe so, rühre dich nicht!“ Sie gleitet in die Knie und flüstert:

„Bleibe so, ich will dich ansehen“ — Sie streicht mit dem Finger über meine Hand, ganz leise.

„Ich liebe deine Hand, Axel — ich liebe jedes Härchen deiner Hand, jeden Nagel, bleibe so, bleibe so — ich will deine Hand liebkosen —“.

Ich sitze mit geschlossenen Augen. Meine Hand wird leicht in die Höhe gehoben, Ingeborgs Lippen berühren sie — es durchschauert mich. Es ist ein erstickter Schrei der Wonne in meiner Kehle —

Die Nacht vergeht, der Morgen dampft. Ein helles Kleid verschwindet im Dampfe des Morgens. Ich nehme mein Gewehr und wandere in den Wald hinein. Tief im Walde fallen zwei Schüsse.

Was hat der Herr geschossen?

Nichts, nichts.

Ich treffe nichts, schlechte Augen, sodann zittere ich auch etwas, von der kleinen Pfeife rührt es her. — — —