Hier nahm ich das Wort. Das sei sie doch wohl nicht geworden?
„Nicht!?“ Fürchtegott Giselher lachte grimmig.
„Nicht, du Sohn der Sünde? — — Ja, Gott hat seine Posten überall ausgestellt. Ich habe einen Brief bekommen von einem Unbekannten —“
„Gewiß,“ sagte ich, „Ingeborg ist meine Braut.“
„Hahaha! Mein Freund, auch Maren war meine Braut! Braut, was sagst du, hahaha. Freund, sage ich dir, jung und schön war Maren, aus dem fernen Dänenlande, sprach so sonderbar, sang wie ein Vogel. Oft kam der Teufel zu mir und wollte mich verlocken. Niemand sieht es, sagte er, sieh wie es die anderen treiben! Aber — ha, acht Jahre haben wir gewartet! — Braut, das ist etwas ganz anderes!“
Vater Giselher lachte, rückte auf dem Stuhle hin und her und legte beide Hände an den dicken Stock.
Ja, deshalb sei er gekommen, Gott freue sich über jedes wiedergefundene Schäflein. Er wolle wissen — er wolle wissen —
Ich lächelte. „Wir werden uns wohl verständigen können“, sagte ich.
Ich beruhigte ihn, so gut ich konnte. Ich wolle mit Ingeborg sprechen.
Alles was er wünsche solle geschehen.