„Heute ist es frisch, Fürst!“ sagte sie und schüttelte sich. „Ich bin seit fünf Uhr unterwegs. Man muß jetzt zeitig aufstehen, der Tag ist noch so kurz.“

Ich fragte sie, ob sie wohl den ganzen Tag spazieren ginge und sänge?

„Ja!“ erwiderte sie und lächelte und blickte mir in die Augen.

Dieses Lächeln verwirrte mich. Gewiß lächelte sie über mein grünes Hütchen, die hohen Stiefel, oder über meinen gestutzten Schnurrbart.

Man sah ihre oberen Zähne, wenn sie lächelte. Sie standen etwas vor.

Wohin sie gehe?

Sie beschrieb einen weiten Bogen mit der Hand und zuckte die Achseln.

„Ich weiß es nicht. Zuerst gehe ich da hinunter!“ Sie deutete in die Richtung, aus der ich gekommen war. Pazzo drehte den Kopf und blickte dem Finger nach.

Dort sei ein kleiner Bach, sie wolle sich umsehen, was er treibe.

Ich lächelte. Es freue mich, daß sie die Wälder von Edelhof liebe, sagte ich. Darauf achtete sie nicht. Sie blickte zu Boden und sah Pazzo aufmerksam an. Sie war um einen Kopf kleiner als ich, ich sah ihren schönen Scheitel. Schnurgerade war er. Mein Blick fiel auf ein goldenes Medaillon, das sie um den nackten Hals trug.