Schwedenklee verlor sich in Einzelheiten. Erschrocken und fast mystisch erregt erinnerte er sich, daß er die gleichen Pläne, ganz die gleichen, mit Ellens Mutter, der unglücklichen Ellen, in vielen Stunden durchgesprochen hatte! Sein Atem stockte. Wie viele Jahre ist es her? Und nun steht sie hier, ihre Tochter –! Jetzt aber sollten die Pläne Wirklichkeit werden!

„Und dann,“ sagte er, atemlos vor Erregung – denn Ellen schmiegte sich, zärtlich, mädchenhaft, an seine Schulter – „weißt du, wenn alles fertig ist, was ich dann tun werde?“

Ihr schönes reines Auge blendete. „Nein.“

„Dann werde ich Siebenbirken der kleinen Ellen schenken.“

„Ich will es nicht haben!“ rief Ellen aus, und ihr Blick verriet Unsicherheit und Argwohn. Sie löste leise die Hände von seiner Schulter und lief verlegen lachend davon.

„Meine Freude!“ stammelte Schwedenklee und erhob sich schwankend, indem er ihr mit den Blicken folgte.

21

Schon in der nächsten Woche kamen die Werkleute, und der Umbau und Ausbau des Hauses begann. Es wimmelte auf Siebenbirken plötzlich von Handwerkern.

Schwedenklee erhob sich schon am frühen Morgen. Er ging mit dem Meterstab hin und her. Er fertigte für Maurer und Zimmerleute und Tischler Detailzeichnungen an.

Man muß es zugeben, in den letzten Jahren war Schwedenklee die Entschlußkraft einigermaßen abhanden gekommen. Er sollte zum Beispiel einen wichtigen Brief schreiben. Er konnte sich nicht dazu aufraffen. Da ist dieser Brief, dachte er, es wird höchste Zeit! Aber die Tinte war dick geworden. Der Brief unterblieb.