Schwedenklee hatte sich sehr geändert. Er sieht, daß eine Latte an einem Zaun lose ist. Sofort holt er Hammer und Nägel und hämmert, daß es lustig widerhallt.
Da steht ein alter Fliederbusch, dessen Blätter matt herabhängen. Schwedenklee hätte früher nie einen Finger gerührt. Jetzt holte er sofort einen Hammer und einen langen Zimmermannsnagel und meißelt Löcher in den zementharten Lehm rings um den Stamm.
„Was tust du?“ staunt Ellen, hingerissen und voll äußerster Verwunderung.
Schon schleppt Schwedenklee Wasser heran und gießt die Löcher voll, sorgfältig, geduldig, bis der Zement sich erweicht. Schon am zweiten Tage stellen sich die matten Blätter des Fliederbusches steif und prall. Und Ellen staunt!
Schwedenklee ließ sich wiegen – auf derselben Wage, wo die Schweine, in einem Holzverschlag, gewogen wurden. Sein Gewicht war außerordentlich hoch. Er verschwieg es! Aber man sah ihn nun schon am frühen Morgen mit dem Spaten im Garten. Er arbeitete im Schweiße seines Angesichts den ganzen Tag über. Nach einer Woche hatte er bereits fünf Pfund verloren.
Nun begann Schwedenklee schwere Steine, Feldsteine, die in Massen an einer Hecke angehäuft waren, zu schleppen und zu rollen. Er hatte beschlossen, einen Steingarten zu bauen. Der Schweiß rann ihm in Strömen von der Stirne.
In dieser Woche nahm er acht Pfund ab. Schon waren ihm die Hosen zu weit. Sein Gang war leichter, er lief sogar zuweilen, allerdings nicht lange, da ihm der Atem kurz wurde. In seine schlaffen Arme kam wieder Kraft.
Zuweilen strichen Radfahrer flink an Siebenbirken vorbei. Mit einem merkwürdigen Interesse sah Schwedenklee diesen flinken Radfahrern nach.
„Kannst du radfahren, Ellen?“ fragte er eines Tages, voller Entschlossenheit.
„Nein!“