„Vielleicht wäre es hübsch, Partien zu machen?“
„Oh!“
Schon fuhr Schwedenklee in die Stadt und brachte zwei funkelnagelneue Räder mit.
Ja, bei Gott, vielleicht hatte Schwedenklee sich doch etwas zuviel zugemutet! Er fuhr vor etwa zwanzig Jahren Rad und glaubte nicht, daß es möglich wäre, diese Kunst zu verlernen? Kaum aber hatte er das Rad bestiegen, als er schon auf der anderen Seite in das Gras hinabstürzte. Augusta lachte, Ellen lachte, die Handwerker lachten. Wurde Schwedenklee böse? O nein, auch Schwedenklee lachte. Kühn fuhr er einige zwanzig Meter geradeaus, um bei einem Holzhaufen zu kentern.
Ellen, zierlich, leicht, gewandt, kletterte in das Rad, und Schwedenklee führte die Maschine voller Vorsicht. Ellen schrie, lachte – und wenn sie fallen sollte, landete sie an Schwedenklees Schulter.
Schon am vierten Tage nach den ersten Übungen unternahmen sie eine kleine Radtour, die so reich an Erlebnissen war, daß sie tagelang darüber sprachen.
Schwedenklee wurde in der Tat täglich schlanker. Sein Blick wurde offener, freimütiger. Seine dicken roten Prälatenwangen wurden flächig und braun, sein Körper straffte sich. Seine Stimme bekam einen metallischen Klang.
Schwedenklee trug beim Lesen eine Hornbrille. Einmal trat Ellen ein, die ihn nie mit dieser abscheulichen Brille gesehen hatte. Sie lächelte, ja sie mußte laut herauslachen.
In Zukunft trug Schwedenklee diese Brille nicht mehr. Die frische Luft, die Bewegung stärkten seine Augen in wenigen Wochen so sehr, daß er keine Brille mehr brauchte.