Er lag auf der Ottomane und betrachtete das Bildnis, während sich seine unklaren Gefühle zu einem Zuge stummjauchzender Verse ordneten, die in seiner Seele hin- und herzogen, eine feierliche Prozession in Weiß und Gold.

Alle Tage ersetzte er die Blüten durch neue.

Der Tag versank um ihn, er dachte häufig gar nicht mehr daran, daß jenes Weib, das er hier anbetete, wirklich existierte.

Ohne die geringste Ungeduld wartete er auf ihr versprochenes Billett.

Auf einem seiner Einkäufe begegnete ihm Fräulein Scholl. Die kleine reizende Scholl sagte: „Fräulein Schuhmacher reist demnächst ab.“

Er hörte es ohne Schmerz und dachte: „Sie wird dir schreiben, wenn sie wieder kommen kann.“

Es eilte ja gar nicht, es eilte ja gar nicht.

Einmal entstand das Verlangen in ihm, ihr ein Fest zu geben.

Er nahm seine ganze Barschaft und handelte weiße Rosen dafür ein. Sie waren klein wie ein Taubenei, und jede hatte hundert zarte Blätter. Es war eine ungeheure Menge und doch waren es noch lange nicht genug.

Er arbeitete fiebernd vor Festesfreude an der Ausschmückung. Er rannte fort und besorgte Draht, er rannte fort und besorgte Seidenpapier für die Lampe, er rannte fort und besorgte duftende Kräuter.