Fräulein Schuhmacher blickte zum Himmel empor, aus dem große nasse Flocken fielen.

„Es taut,“ sagte sie, „ich glaube, es wird nun wirklich Frühling.“

Das klang einfach, aber eine krankhafte Sehnsucht nach dem Frühling lag in dem Tone ihrer Stimme und den Blicken, mit denen sie die großen Flocken verfolgte.

Dann bot sie ihm die Hand, indem sie ihm für die Begleitung dankte. Sie sah ihn dabei an, aber es schien, als blickte sie durch ihn hindurch.

Ginstermann entgegnete: „Ich danke, Fräulein Schuhmacher.“ Das „Ich“ betonend.

Sie blickte ihn mit leichter Verwunderung an.

Er aber wiederholte: „Ich danke.“ In der gleichen Betonung.

Da drückte sie ihm die Hand, jedoch ohne eine andere Sprache als die der Höflichkeit einer modern denkenden Dame.

„Adieu,“ sagte sie, „auf Wiedersehn.“

„Adieu,“ sagte er.