Sie gingen weiter und sprachen von allerlei Dingen, die die Welt eben beschäftigten oder die Welt auch nicht beschäftigten. Aus irgend einem Anlaß kam Bianka darauf, ihn zu fragen, ob er ein Bild von sich besitze.
Nein, er besitze kein Bild von sich, erwiderte er.
Sie erriet seine Gedanken und kam ihm zuvor: „Nein, nicht.“ Und sie schüttelte den Kopf und wiederholte: „Nein, nicht . . . Es ist ja Sitte unter Freunden — aber lieber nicht.“ Das sagte sie ganz leise.
Die Schatten der Bäume streckten sich, die Wiese wurde rot.
Bianka mußte nach Hause.
Wie stets dachte er: Soll ich sie bitten, noch ein Viertelstündchen zu bleiben. Oder auch nur noch zehn Minuten? Mit Tränen in den Augen bitten?
Nie liebte er sie mehr als heute.
Sie ahnte ja nicht, wie allein er war, wenn sie gegangen. Wie einer, auf einer öden einsamen Insel, vor dessen Augen ein Segel vorüberzog. —
Wieder kam der Abschied.
Bianka sah auf ihre Hände. Der Mittelfinger ihrer Rechten trug einen weißen Däumling. Sie bewegte ihn leicht und lächelte.