Und Ginstermann fuhr fort:
Yester kehrte spät in der Dämmerung zurück.
Er trug einen Strauß blauer Glockenblumen und war so müde. Die Sonne, die ihm noch in den Augen brannte, hatte ihn müde gemacht. Er war am Bache gesessen und hatte dem Spiel der Fische zugesehen. Es war ihm so eigen zumute.
Fahl leuchtete das Haus zwischen den Birken, fahl leuchteten die Hyazinthen, in denen es stand.
Die Dämmerung machte alles bleich und bläulich dunstend.
Da stand Li! Da stand Li!
Sie hatte das Gewand abgestreift und stand durchsichtig wie Marmor und regungslos. In der Hand hielt sie eine Hyazinthe, das Haupt geneigt, ohne daran zu riechen. Sie stand schon lange so.
Yester näherte sich ihr mit leisen, bebenden Schritten und glitt vor ihr in die Knie. Da bemerkte sie ihn. Sie jauchzte, schlang ihre Arme um seinen Nacken und küßte seine Haare.
Er umschlang sie und küßte ihre Lippen.
„Li! Li!“ flüsterte er.