„Ich sehne mich so, Yester. Yester, ich sehne mich so . . .“

Im Hain schlug süß ein Vogel. Bald nahe, bald ferne. Weit drinnen im Walde, da antwortete es ihm. Im selben süßen Tone. Nun waren es zwei, nun drei, nun waren es viele. Sie lockten sich mit schmelzender Stimme, sie antworteten einander mit ihrem süßesten Liede. Es sang der ganze Hain.

Da droben gingen die Sterne, gingen langsam die Sterne und lauschten.

Der Wald sandte seine Gerüche, die Wiesen, die Quellen. Schatten glitten durch die Büsche, jagten sich, fanden sich. Aus den Blüten sahen Augen, schöne, sanfte Augen.

In der Ferne schrie ein Pfau.

Da verstand Yester die Sehnsucht in Lis Augen.

„Li, Li,“ schluchzte er.

Der Hain sang, der Wald sandte seine Gerüche, die Wiesen, die Quellen. Da droben gingen die Sterne, gingen langsam die Sterne und lauschten . . .

Yester und Li wurde ein Knabe geboren. Es war zur Zeit, als blaue Tulpen das Haus umstanden, und deshalb nannten sie ihn „Blaue Tulpe“.

Alle Tiere des Waldes kamen, um ihn zu sehen. Die Hirsche, die Rehe, die Rotkehlchen, die Eidechsen, die Bienen. Elfen brachten ihm ein Gewand, das sie aus ihren Haaren gewoben, Erdmännlein golden Geschmeide und Spielzeug, das sie gefertigt.