Sie gingen nun gegenüber von ihm, eine Straßenbreite entfernt.

Der blonde hübsche Herr schüttelte leicht den Kopf voller Vergnügen über eine Bemerkung seiner Dame.

Er hörte das Mädchen sprechen und den Herrn antworten. Er verstand nichts, nur, daß er „Du“ zu ihr sagte.

Da hielt sie plötzlich im Plaudern inne, und ihr Blick traf unvermittelt den seinigen. Groß, ruhig, mit einem verborgenen Lächeln in den Augen sah sie ihn an.

Er zog den Hut.

Sie dankte, aber mehr mit den Augen als dem Neigen des Kopfes, das kaum wahrnehmbar war.

Der blonde hübsche Herr grüßte hastig und tief, ja mit einem gewissen Respekte, wie um durch die Achtung, die er einem Bekannten seiner Begleiterin zeigte, ihr seine eigene Ehrerbietung auszudrücken.

Ginstermann überschritt unwillkürlich die Straße, um den beiden unauffällig nachsehen zu können.

Sie waren bei einer Kunsthandlung stehen geblieben, und er bemerkte, wie Fräulein Schuhmacher den Kopf nach ihm wandte, während sie plauderte. Er blickte aber im selben Moment weg und tat, als habe er es nicht bemerkt.

Das Merkwürdige war, daß ihre Blicke ihn nicht auf der anderen Seite der Straße gesucht hatten.