Aber was kümmerte ihn das?
Sollte ihm das Mädchen deshalb begehrenswerter erscheinen, weil ein anderer seine Seele besaß?
Zudem hatte sie ihn ja kaum gegrüßt, als scheue sie sich, ihrem Verlobten merken zu lassen, daß dieser Mensch in seinem lächerlichen Sommeranzug sie kenne.
Unerklärt blieb allerdings, weshalb sie sich nach ihm umgewendet hatte.
Aber das war nicht von weiterer Bedeutung.
Vielleicht in Gedanken, vielleicht um zu sehen, ob er ihr und ihrem hübschen Kavalier nachgaffe. Vielleicht hatte sie zu ihm gesagt: Du guck, das ist der, der das Gedicht „Martyrium“ geschrieben hat.
Und der Blonde hatte geantwortet: Der mit den niedergetretenen Absätzen?
Und sie hatten gelacht.
Hatte er nicht deutlich ein Lächeln in ihren Zügen aufsteigen sehen, das sie Mühe hatte, so lange zu unterdrücken, als er herblickte?
Auf- und abgehend, erfand er einen Dialog, in dem die beiden über ihn witzelten. Dadurch geriet er allmählich in eine heitere Stimmung, die ihm über den Vorfall hinweghalf.