Fräulein Bijou kläffte und umkreiste, auf drei Beinen hüpfend und mit dem Schweife wedelnd, die Lachenden.

Seine Herrin nahm es auf den Arm und drückte es zärtlich gegen die Wange.

„Eine gescheite Dame“, sagte Ginstermann, „sehen Sie nur das Gesichtchen. Ja, ein wirkliches Gesicht! Moderner Hund, neurasthenisch, das Geschlecht gehört seit Jahrhunderten zur Aristokratie.“

Er nahm den Hut ab, um sich zu verabschieden.

„Ach, Sie wollen schon gehen?“

„Ich kompromittiere Sie ja.“

„Sie kompromittieren mich nicht im mindesten. Tante ist verreist, und mein Bruder kommt nie vor 1 Uhr nach Hause. Er kneipt immer. Es würde ihm rasend Spaß machen, Sie kennen zu lernen. Wollen Sie Ihren Tee bei mir nehmen, Herr Ginstermann, ja?“

Dabei sah sie ihn bittend an.

In diesem Augenblick liebte er sie wirklich. Den Ausdruck des Erstaunens über diese Einladung verbergend, erwiderte er: „Ich muß leider ablehnen. Danke. Ich muß an meine Arbeit. Zu Hause bei mir sitzt einer, der es nicht erwarten kann, seinen Kopf zu verlieren im dritten Akt.“

Sie setzte das Hündchen ab und reichte ihm die Hand.