„Gut! Es war vorbei. Das Leben hatte ihn genarrt!“

Aber plötzlich schrak er zusammen. In dem Bilde, das unbewußt seine Netzhaut spiegelte, hatte sich etwas geändert.

Sie stand oben.

Sie stand wirklich und wahrhaftig oben.

Schlank und weiß stand sie zwischen den schlanken, weißen Säulen und blickte über die Wiese.

Es fiel Ginstermann nicht ein, hinauf zu eilen. Er blieb ruhig hinter seinem Busche stehen und beobachtete sie.

Sie ging langsam im Kreise umher, dann blieb sie stehen und schrieb mit dem Sonnenschirm auf den Boden. Sie wartete.

Ist es nicht köstlich, dachte Ginstermann, sie wartet! So steht jemand, der wartet! Oder schreibt man sonst mit dem Schirm auf den Boden? Oder steht man sonst in solch nachdenklicher, nachlässiger Haltung?

Er götzte sich eine Weile an diesem Gedanken, dann eilte er, was er konnte und langte ganz außer Atem oben an.

„Da sind Sie ja!“ sagte sie und lächelte.