Als Horus, wieder bei seinen Leuten, zur Schaufel griff, fühlte er etwas wie eine entschuldigende Haltung hinter sich:

„Kann ich irgendwie von Nutzen sein?“

Er wandte sich und sah in Sir Osmonds Gesicht. Das alte englische Herrengesicht, zwischen weißem Schnurrbart und weißem Haar, füllte sich langsam mit einem hellen Rot.

„Eine reizende Eigenschaft angelsächsischer Epidermis,“ dachte er. „Eine Art prästabilierter Harmonie zwischen ihren Taten und Vasomotoren“ — und er gab ihm eine Hacke zu beliebigem Gebrauch.

Dann entstand Aufsehen: die Principessa Dango erklärte plötzlich, sie wolle zur Rettungskolonne und schaufeln. Drei Schritte war sie schon gegangen. Strondoli hinter ihr sagte nichts als:

„Impossible. Um zehn Uhr Kostümball im Carlton — jetzt ist es halb zwei, impossible,“ dann geleitete er sie hinunter zum Schlitten.

Doch der Sensationen sollte kein Ende sein. Auf einmal bog um die Talnase ein endloser Zug an Menschen und Vieh: Kolonnen von Pionieren — hundert — zweihundert — fünfhundert Mann, Lastpferde daneben. Sie behaupteten, erst die Vorhut zu sein — Bergbauingenieure aus dem Rheintal seien telegraphisch herauf beordert, noch heute Nacht würden Schneepflüge eintreffen. Mürrisch fraß peinliche Anerkennung um sich. In etwas gestörter Stimmung erfolgte der Aufbruch. Um zu glossieren, daß nichts geschehe, war man doch all die Stunden heraufgefahren; wie kam man jetzt dazu?

In der Hall des Astoria fand Archie Payne ein artfremdes Wesen, einen Regenschirm mit ungeheurem Horngriff zwischen den Beinen. Es wartete scheinbar auf den Omnibus zur Bahn. Archie lud es zu einem „maiden’s blush“ in die Bar, denn er vermutete in ihm den Anwalt aus Zürich.

„Leicht zu liquidieren?“ frug Payne, auch Cavadini war hinzugetreten. „Man spricht von einer Million bar für jede der Damen?“

„Vorläufig keinen Cent,“ und der Fürsprech strich mit dem Horngriff seines Regenschirms den Schnaps im Schnurrbart glatt.