Durch Türen, Korridore entlang strich eine manische Ruhelosigkeit wie von eingesperrten Katzen.
Knisterndes Fluidum gelöster Haare, durch die gereizte Finger wie Nervenkämme fahren. Vages und Erbittertes aus ratlosen jungen Körpern stand in Herzhöhe durch das ganze Haus.
Aus dem Zimmer der Raeburn girls war erst greller Hader zu Horus herübergeschrillt. Die Ursache gar der Rede nicht wert: ein verwechseltes Stück Seife, dann ein Disput, wer morgen den Toilettetisch zuerst benützen dürfe. Hazels Stimme:
„Ich will nicht immer deine ausgegangenen Haare in meinem Coldcream finden.“
„Und ich nicht deinen ekelhaften Puder auf meinen Bürsten! Nützt ja doch nichts — schau nur, wie deine Nase wieder glänzt.“
Schließlich waren beide in hysterisches Weinen ausgebrochen. Hazel schluchzte aus den Kissen:
„Ist es jetzt nicht ganz — ganz egal, daß du heute mommo die Ärmellosen abgeschwindelt hast?“
„Satt hab ich’s — ich gehe zum Kino.“
„Wo man deinen Sprachfehler nicht merkt — na ja hübsche Beine hast du ja. Die in ‚Sguerdo suleijl‘ haben gewiß nicht so hübsche, man soll sie sich dort immer rasieren — vorher.“
Nun wiesen die Stimmen aneinander auf dies und das hin; wurden heißer, gieriger daran — kaum liebevoller. Der Haß blieb in ihnen, nur kicherte er jetzt und kam ganz nah, erlöste sich in Not und Verachtung.