„Nein — nein — gleich unten im Hof.“
Um zehn Uhr kam er vorgefahren. Sah es sich aufregen, gegen den Hof laufen, dort eine Linse bilden. Auf dem Pflaster lag Samossy zerschmettert. Der Hirnstern freiwillig aus seiner Schale geschlagen zu einem Brei aus Blut und Kot. Das Gesicht, weißäugig, glich auf einmal jenem zu Schiefgalopp gepeitschten Gaul in Marseille: dem armen geschändeten Gott.
Ringsum mißbilligte man die Tat. Mit untrüglichem Instinkt nahm das Volk gegen die Größe Partei. Lüsterne drängten, der Braut zu telephonieren: in die Villa vor der Stadt oder aufs Standesamt? Die Portiersgattin wiegte den grimmen Birnenbauch:
„Soa stattliche Person, ihre ganzen guten Jahr bei dem großkopfatn Narr’n falirn und jetzt war dös for nix gwen. A soa ganz Ausgschamter.“
Der Wasserkopf am Schürzenband hatte die bläulichen, hingespritzten Hirnstückchen an der Mauer bemerkt, nahm von dem trübe zittrigen Schleim, begann ihn sich an den eignen Schädel zu schmieren, der blaß war und weich wie ein Froschbauch.
Das Weib schrie auf:
„A soa Sauhaufen.“
„Und wer muß’ wegputzen? I.“
Es war in Wien.
Gleich nach der Ankunft sollte Gargi ihren Gatten im Restaurant des Hotels erwarten, das als mittägiger Treffpunkt angesehener Persönlichkeiten aus Beamtentum und Adel galt; letzterer pflegte auch hier abzusteigen. Es ergab sich, daß statt der Waschvorrichtungen in jedem Zimmer Weihwasserkessel eingebaut waren.