Und Freude an der Not.

Überhangen bleiben mit allen süßen Möglichkeiten.

Dauern in einem Weltenbrennpunkt unaufhörlichen Begehrtseins.

Lief wie sie noch nie gelaufen. Konnte nicht mehr. Brach zusammen mit geschlossenen Augen. Klammerte sich an die Wonne ihrer Angst. Preßte die spiegelnden Gazellenbeine herb aneinander — — zu einem langen Pfad der Verführung.

Ein Dämon der Inbrunst, war er über ihr. Sekunden perlten wie Champagnertropfen auf.

Dann: hart, langsam, gnadelos stemmte sich sein Knie auf ihre blaßgepreßten Schenkel. Der Block aus Bronze trieb die Zitternden ohne Schonung auseinander — so weit es ihm beliebte. Und gab sie frei. Leer, kühl strich Luft um ihren versiegelten Schoß. Nur über dem Haupt duftete noch das Glück seiner lebendigen Nähe. War sie verschmäht? Besiegt und dann verschmäht? „Er will seinen Willen, nicht mich,“ fuhr es durch sie hin. Es war nicht mehr zu ertragen.

Das Herz schlug ihr die Augen auf. Sah ihn nah. Wimper an Wimper besprangen sie die goldbeschwingten Panther seiner Augen. Neigten ganz in sie hinein voll Verheißung und Geduld.

Da flog sie an ihm auf wie ein angewehtes Blatt. Barg das wunderbar junge Haupt im alten Mantel seiner Zärtlichkeit. Er hatte ihr die letzte Süße geschenkt: Erleiden der Gewalt genießen lassen ohne Demütigung.

Seine Hände kamen. Widerstandslos nun, in wartendem Aufruhr, ließ sie sich an ihm entlangführen. Über seine dröhnend harte Violinenbrust langsam abgleiten, hineinreißen in die Höhle seines Leibes — hineinsaugen in eine Schale von Kraft.

Sie stürzen ineinander.