Sah sich manchmal ameisenklein, hierhin, dorthin rennen, in Vorortzüge krabbeln, und stieg dabei, inwendig riesengroß, in einen tiefen Bronnen, sah über sein erlöstes Rund noch einmal zurück nach dem fremden Flohzeug: sie selbst, das vielleicht gerade um seinen Platz rang, in der rollenden Streichholzschachtel auf ihrem steifen Stahl-Faden zum Spinnennetz Stadt. Was das Ameisige dort Klägliches trieb, war belanglos. Ihr Körper hob sich indes wie ein Gefäß wieder aus der Fülle des inneren Bronnens, und als solches blieb sein Umriß ihr teuer wie nur je.
Als ein Kind die mondweiße Mulde zwischen den Barsoiflanken beulig zu heben begann, nahm sie selbst stets genau soviel ab, als die Frucht schwoll, sog die feinen, harten Sehnen straff ein, ohne Erlahmen, von Willen übergossen.
„O das kommt schon von selbst wieder in Ordnung,“ sagten überlegene Mütter, bei denen es offensichtlich doch nicht wieder in Ordnung gekommen.
Von Monat zu Monat hoben sich zudringliche Lorgnons höher in der gestielten Erwartung: endlich, endlich „normal“.
Nein, die noble Mulde füllte sich nur eben aus. Ein planer Spiegel blieb die Grenze.
Die Lorgnons bebten entrüstet:
„Es ist nicht natürlich.“
Sie hob die Brauen stumm, leicht belästigt. Dachte:
„Hat man je gehört, daß eine Löwin vor dem Wurf die Figur verliert? Nein, nur das Mutterschwein. Ist ausschließlich dieses „natürlich“. Ihr, die nicht laufen, springen, tauchen, klettern könnt — nichts von der Natur könnt ihr, wie sie als Knüppel mißbrauchen, um jeden edeln Aufstieg niederzuhalten.“
Schon liefen anonym Anzeigen wegen verbotenen Eingriffs bei Gericht ein, da trieb ein Wirbel von Wehen das Ausgetragene springlebendig aus.