„So im stillen habe ich mir doch immer gedacht, daß Du einmal hier wohnen wirst.“
Die nächsten Tage ließ er sie büßen. Ward sie an seinem verzehrenden Werben warm, winkte er ab mit zärtlichem Hohn, posierte Vorsicht — gebranntes Kind.
„Ja, wenn ich so was sagte, das wäre was anderes. Ich verspreche nicht — ich halte.“
Einmal brach er los:
„Verehrter Energievampir. Zeitvampir! Zeit, das Kostbarste! Jahre hast du mich gekostet: Jahre der Sehnsucht und Leere.“
An einem Hauch Humor über ihre abgewandte Wange hin sah er, sie rechne nach, womit er diese Leere minotauroshaft und auch ansonsten recht vergnüglich ausgefüllt.
„Aber verlieben konnt’ ich mich nie mehr, seit damals.“
Am Abend lag ein Blatt in ihrem Zimmer:
„... und dachte: sieh, zu andern,
Laß Dein Begehren wandern