Und liebe, was sich lieben läßt.
Da hielt ihn stets die Schlinge fest.
Oft prüft er sorgsam Herz und Sinn,
Als spürt er eine Wandlung drin;
Doch fand er stets darinne,
Isolden und die Minne.“
Sie saßen in tiefen Stühlen, unterm Mond, auf der Terrasse seines alten Landhauses.
Die Ruhe ihrer Posen trog. Ruhe gab’s nicht bei ihm. Zeitvergeudung! Zirkus im Hirn war angesagt.
Im roten Frack festlicher Hatz stand er: Kenner, Liebhaber, Käufer, Dompteur, Publikum: alles in Einem. Ohne Peitsche, nur auf Zungenschlag ließ er sie getürmte Hürden nehmen, höher — höher, oder, indes billiger Erdenlärm schwieg, oben im Raum durch Trapeze stürzen und schwingen.
Seine stolze Wut nach Probe ihres Wissens, Erfassens, Durchdringens, Beherrschens, war ohne Maß. Nichts von Literatur, Kunst, Musik: dem Weiberschwatz. Er preßte sie ins Letzte, Ernsteste vor, drehte dann zäh wieder zurück ins Detail, verlangte einen Griff voll Fachwissen hier, einen dort. Genoß dabei das Luftgebäude ihres Tons in An- und Abklang, das Unsägliche am gepflegten Menschen, das um seine Worte ist. Erschöpft endlich vom bloßen Prüfen, Fragen, Hören, Folgen, fiel seine Gier die bessere Beute an, die langerlechzte. Bot ihr Champagner — er selbst, aus Angst um seine prachtvolle Konstitution, trank nie — doch am Andern schätzte er die rosenhafte Steigerung im Weine, und über alles den Griff der Grazie um den Kelch.