Ein gemartertes Tier? Ein Kind? Eine Frau?
Oder Schauer gereizter Ermattung, die sich aus Klang ein Gleichnis schufen? Sie würde es nie erfahren. Lag festgefroren an das Bett — die Brust bis oben voll bleicher Herzen im Kampf.
Langsam knirschte der Karren seinen schauerlichen Bogen vom Zenith des Fensters hinunter, wieder eine Straße ohne Ende, über der langhin das verblassende Geheul stand. — Fern und immer noch.
Sie erhob sich, um zu sterben. Tastete, in allen Knöcheln zerbrochen, nach der Waffe. Etwas klirrte. Das Graue schwand.
Endlich ganz schwarz.
Aus der tiefen Nacht, auf der andern Seite der Zeit, trieb es sie langsam wieder zurück.
Der Tod schmolz ab, doch sie grub sich mit allen Fingern in ihn ein, wollte nicht mehr weg aus dem linden Schwarz.
„Genug“ war ihr erstes Wort. Dann brachen, angesogen von einer tiefen Wonne um sie her, die Lider auf. Über ihrem Gesicht schwebten zwei wagrechte Augen aus unbegreiflich sanftem Samt, deren Wimpern flügelhaft bis in die Schläfen schnitten.
„Wie gut“ und die Zurückgeholte ließ sich von nun an leben, ohne Widerstand.
Zwei Augenpaare waren es, die abwechselnd über ihr kreisten: wie große, fremde Vögel und bebrüteten ihr Herz.