»Es soll mir Freude machen.«

»Wie Du willst, Mutter.«

»Die Registratorin, denk nur, schüttet Salz in das Faßbier, sagt sie. Sie zieht alle vierzehn Tage welches ab. Aber wo hat man das gehört? Das muß abscheulich schmecken, ordentlich giftig.«

»Die einen mit ihrer Liebe, die andern mit ihrem Salz.«

»Du interessierst Dich auch für nichts Vernünftiges mehr.«

»Dazu ist dann in Breslau wieder Zeit genug. Wenn Hauswirtschaft denn das Vernünftige schlechthin ist.«

»Die Fräulein Meier, die Lehrerin, hat mir ein Gedichtbuch geborgt, es ist von einem Grafen Strachwitz.«

»Ach ja, Strachwitz! ›Mein treues Roß, mein Spielgenoß.‹« Dann ließ sie auch dieses Thema wieder fallen.

Madame Gernoth sah sie von der Seite her an. Wanda lächelte vor sich hin. Eine ganze Zeitlang gingen sie nebeneinander und schwiegen, die Mutter verletzt, die Tochter unruhig und von irgend etwas voreingenommen.

An einer Biegung des Weges stießen sie auf Bekannte, eine Mutter und drei Töchter, mit denen sie einige Worte wechselten. Nachdem die Damen wieder außer Hörweite waren, bemerkte die Gernoth: