"Etwas—etwas Soße gefällig, Frau Thienwiebel?"
Amalie nickte. Ihr Teller schwamm zwar schon, aber: es war ja alles egal. So oder so.
Ihr großer Gatte drüben suchte eben wieder einzulenken.
"Nun, nun, schöne Dame! Denn—e—wenn die Sonne Maden aus einem toten Hund ausbrütet, eine Gottheit, die … Ha! Wilde Hölle! Wer ist, des Gram so voll Emphase tönt?!"
Es war der kleine Fortinbras. Sein Zuckerkringel, war ihm eben über den Korbrand weg auf die Stuhlkante gefallen, dort entzweigeschlagen und lag nun in kleine Stücke zerbröckelt unten auf den schmutzigen Dielen.
Ha, mördrischer, blutschändrischer, verruchter Däne! Trink diesen
Trank aus! Ich will den Wanst ins nächste Zimmer schleppen!"
Aber die besorgte kleine Mieze hatte ihre Gabel schon schnell wieder auf ihren Teller klappen lassen.
"Ach! Nicht doch, Thienwiebelchen! Nicht doch!"
Sie war aufgesprungen und bückte sich jetzt zierlich über den plumpen Korbrand.
"0 mein Zuckerpüppchen! Mein Schatz! So ein niedliches kleines Kerlchen! Nicht wahr, du willst auch was haben? Ach, mein Liebchen!!"