Sie hatte sich jetzt den kleinen Fortinbras auf den Schoßgesetzt und küßte ihn nur so.

"Auch was haben, Dickerchen?" Kuß!—"Auch was haben, Dickerchen?"
Kuß! Kuß, Kuß, Kuß, Kuß!!

Der kleine Fortinbras juchzte. Er hatte noch nie so etwas erlebt. Er zappelte jetzt, daß es nur so eine Art hatte. Er lachte aus vollem Halse! "Grrr…grrr…grrr…äh! Grrr…äh!"

Der große Thienwiebel saß da. Die Weste unten aufgeknöpft, die
Augenbrauen tragisch in die Höhe gezogen.

"Wie keck der—e—Bursch ist!…Wahrhaftig, Horatio! Ich habe seit diesen drei Jahren darauf geachtet. Das Zeitalter wird so spitzfindig, daß der Bauer dem Hofmann auf die Fersen tritt!"

Aber der kleine Ole beachtete ihn kaum. Die kleine Mieze war ihm jetzt weit interessanter. Sie sah jetzt ordentlich wie eine kleine Hausmutter aus.

"Na, Dickerchen?"

Auch Frau Wachtel machte jetzt große Augen. Amalie pappte.

"Ja, mein Junge! Sie essen alle, und mein Dickerchen soll gar nichts haben! Wie?—Aber das läßt er sich nicht gefallen! Wie?—Ach, bitte, Frau Thienwiebel! Reichen Sie mir doch das bißchen Biskuit da von der Kommode her. Auch die Milch, bitte!"

Frau Thienwiebel erhob sich schwerfällig und brachte das Verlangte.