Bald wurden in der Stadt Stimmen laut, die erklärten, ein derartiges
Vorgehen zwei wehrlosen Frauen gegenüber sei einfach unwürdig gewesen.
Man besprach das Ereignis, den Vorfall so lange, bis man zu dem Schluß kam—was auch das Fischermädel verbrochen hatte—Gunlaug hatte keine Schuld, und ihr war also schweres Unrecht geschehen. Die Stadt vermißte sie schmerzlich. Schlägereien und Straßenhändel zwischen Betrunkenen waren bald an der Tagesordnung: die Stadt hatte ihre Polizei verloren. Auch ihre mächtige Gestalt unter der Tür vermißte man, wenn man am Hause vorüberging. Besonders aber vermißten die Matrosen sie. Nirgends sei es so wie bei ihr, behaupteten sie. Bei ihr war jeder nach Verdienst behandelt worden, jeder hatte seine bestimmte Rangordnung in ihrem Vertrauen inne gehabt und bei ihr Hilfe gefunden in allen Lebenslagen. Weder Matrosen noch Schiffer, weder Arbeitsherren noch Hausmütter hatten gewußt, was sie allen war, bis sie auf einmal nicht mehr da war.
Darum lief es wie eine einzige Freudenbotschaft durch die ganze Stadt, als jemand sie wieder in ihrem Hause sitzen und kochen und braten gesehen wie zuvor. Jeder einzelne mußte hinauf und sich selbst davon überzeugen, daß die Tür wieder ganz war und neue Scheiben hatte, und der Rauch aus dem Schornstein stieg. Ja, wirklich, es war so! Da war sie wieder! Man kletterte an der andern Seite des Hohlwegs hinauf, um besser sehen zu können. Da saß sie—vor dem Backofen; sie blickte weder auf noch hinaus—die Augen folgten der Hand, und die Hand arbeitete. Denn sie war zurückgekehrt, um wieder zu verdienen, was sie verloren hatte, vor allem die hundert Taler, die sie Pedro Ohlsen schuldete. Anfangs begnügte man sich damit, zu ihr hineinzugucken; man getraute sich nicht ins Haus—des bösen Gewissens wegen! Aber so nach und nach kamen sie doch wieder; zuerst die Hausmütter, die lieben, guten! Aber sie fanden keinerlei Gelegenheit, von anderem zu reden als von Geschäften; Gunlaug hörte einfach auf nichts anderes. Dann kamen die Fischer, dann die Kaufleute und Schiffer, die Leute dingen und sich bei ihr Auskunft holen wollten, und endlich, am nächsten Sonntag, auch die Matrosen. Die mußten sich verabredet haben; denn gegen Abend war das Haus mit einem Male so überfüllt, daß nicht nur die beiden Stuben besetzt waren, sondern daß man auch noch die Tische und Stühle, die im Sommer im Garten standen, hervorholen und im Flur, in der Küche, im Hinterzimmer aufstellen mußte. Niemand, der diese Versammlung gesehen, hätte ahnen können, mit welchen Gefühlen diese Leute hier saßen; denn mit dem Augenblick, da sie Gunlaugs Schwelle wieder überschritten, hatte diese Frau stillschweigend wieder das Kommando übernommen, und die breite Sicherheit, mit der sie jedem das seine verabfolgte, unterdrückte jeden Willkommgruß, jede Frage. Sie war ganz wie sonst, nur daß ihr Haar nicht mehr schwarz und ihr Wesen ein bißchen stiller war. Aber als die Matrosen anfingen, lustig zu werden, konnten sie sich nicht länger halten; so oft Gunlaug und das Mädchen draußen waren, schrien sie dem Bootsmann Knud zu, der immer ihr Liebling gewesen war: er möge doch ein Hoch auf sie ausbringen, wenn sie wieder hereinkomme. Doch selbst er fand nicht eher den Mut dazu, als bis ihm die Hitze ein bißchen zu Kopf gestiegen war. Da endlich, als sie hereinkam, um leere Gläser und Flaschen abzuräumen, stand er auf und sagte: "Es sei man schön, daß sie wieder da sei. Denn—wahrhaft'gen Gott—es—es sei man schön, daß sie wieder da sei!" und alle fanden das gut gesprochen und erhoben sich und riefen: "Ja, das is man schön! Das is man schön!" Und die im Flur und in der Küche und in den andern Stuben standen ebenfalls auf, und drängten herein und stimmten mit ein, und der Bootsmann gab Gunlaug ein Glas in die Hand und schrie Hurra! Und nun ließen sie alle ein paar Hurras los, als ob das Dach auffliegen und in die Wolken fahren sollte. Bald hörte man einen laut verkünden: sie hätten ihr schmählich unrecht getan, dann schwur ein anderer dasselbe, und schließlich schwur und fluchte die ganze Gesellschaft: ihr sei das schmählichste Unrecht widerfahren. Als endlich Stille eintrat, weil es alle nach einem Wort Gunlaugs verlangte, dankte sie ihnen: "aber", fügte sie hinzu und sammelte ihre Gläser und Flaschen ruhig weiter ein, "solange ich nicht davon rede, braucht Ihr's auch nicht. Verstanden?" Dann, nachdem sie so viele Gläser und Flaschen beisammen hatte, als sie tragen konnte, ging sie hinaus, um gleich darauf die übrigen zu holen. Von diesem Augenblick an war ihre Macht unerschütterlich.
Siebentes Kapitel
Es war Abend und dunkel, als das Schiff im Hafen von Bergen Anker warf. Noch halb taumelnd von der Seekrankheit wurde Petra im Kapitänsboot durch das Gewimmel von großen und kleinen Schiffen und dann weiter durch das Lärmen und Toben der Bootsleute auf den Brücken und der Bauern und Straßenjungen in den engen Winkelgassen geführt, durch die der Weg ging. Vor einem kleinen hübschen Haus machten sie Halt, und dort nahm auf die Bitte des Kapitäns eine ältere Dame sich Petras liebevoll an. Sie fühlte Hunger und Müdigkeit, und beide Bedürfnisse konnte sie hier befriedigen. Gegen Mittag des folgenden Tages wachte sie frisch und munter auf, zu neuen Lauten, neuem Sprachklang und—als sie die Gardine aufzog, zu einer neuen Natur, zu einer neuen Stadt mit neuen Menschen. Ja, sie selbst war wie neugeboren, fand sie, als sie vor den Spiegel trat. Dies Gesicht war nicht das alte mehr; worin die Veränderung bestand, darüber konnte sie sich freilich selbst nicht Rechenschaft geben; sie wußte nicht, daß in ihrem Alter Leid und Gemütsbewegung die Züge verfeinern und vergeistigen; aber sie mußte doch, als sie sich im Spiegel sah, wieder an die letzten Nächte denken, und sie bebte noch bei diesem Nachhall. Darum beeilte sie sich, fertig zu werden, damit sie hinunter konnte zu all dem Neuen, das ihrer wartete. Unten traf sie ihre Wirtin und einige Damen, die sie zunächst einmal gründlich von allen Seiten betrachteten und ihr dann versprachen, sich ihrer anzunehmen. Als erstes wollten sie ihr die Stadt zeigen. Da sie allerlei einzukaufen hatte, lief sie hinauf zu ihrer Brieftasche. Weil sie sich jedoch schämte, das plumpe dicke Ding mit hinunterzunehmen, öffnete sie es, um Geld herauszunehmen. Sie fand nicht hundert, sondern dreihundert Taler darin! Also wieder Pedro Ohlsen, der gegen der Mutter Wissen und Willen Geld schenken wollte! So wenig verstand sie vom Wert des Geldes, daß sie sich über die Größe der Summe nicht einmal wunderte; es kam ihr darum auch gar nicht in den Sinn, über den Grund dieser großen Freigebigkeit weiter nachzudenken. Statt eines freudestrahlenden Dankbriefes voll ahnungsvoller Fragen überbrachte Gunlaug Pedro Ohlsen ein Schreiben von Petra an sie selbst, worin die Tochter mit schlecht verhehltem Ärger ihren Wohltäter verriet und fragte, was sie mit dem eingeschmuggelten Geschenk anfangen solle.
Der erste Eindruck, den Petra von der Stadt empfing, war ein starker Natureindruck. Sie konnte das Gefühl nicht los werden, als umdrängten die Berge sie so dicht, daß sie sich vor ihnen in acht nehmen müsse. So oft sie das Auge erhob, fühlte sie sich bedrückt, und dann wieder trieb es sie, die Hand auszustrecken und an den Stein zu pochen. Bisweilen war ihr, als gebe es hier keinen Ausgang mehr. Sonnenverlassen und finster standen die Berge, die Wolken hingen schwer darauf nieder oder jagten darüber weg; Wind und Regen in unaufhörlichem Wechsel; von den Bergen kam es, die Berge sandten es hernieder auf die Stadt. Aber die Menge Menschen rings um sie her hatte gar nichts Bedrücktes. Sie wurde bald froh unter ihnen; denn in ihrer Geschäftigkeit lag eine Freiheit, eine Leichtigkeit, eine Heiterkeit, wie sie sie gar nicht kannte, und die ihr nach allem, was sie erlebt hatte, wie ein Lächeln, ein Willkommgruß erschien.
Als sie am nächsten Tag beim Mittagessen äußerte, sie möchte am liebsten irgendwohin, wo recht viele Leute seien, schlug man ihr vor, ins Theater zu gehen; da könne sie Hunderte von Menschen in einem einzigen Haus beieinander sehen.—Jawohl, da wollte sie hin! Man besorgte ihr ein Billet, das Theater lag ganz in der Nähe, und zur bestimmten Zeit begleitete man sie hin und wies ihr einen Platz in der ersten Reihe des Balkons an. Da saß sie, in strahlender Beleuchtung, unter Hunderten fröhlicher Menschen, ringsum leuchtende Farben und Geplauder, das von allen Seiten über sie hereinbrauste wie das Rauschen des offenen Meeres.
Was es hier eigentlich zu sehen gab, davon hatte Petra keine Ahnung. Ihr Wissen beschränkte sich auf das, was Ödegaard ihr gesagt, und was ihr zufälliger Verkehr sie gelehrt hatte. Aber das Theater hatte Ödegaard mit keinem Worte je erwähnt.
Die Matrosen hatten von einem Theater gesprochen, wo es wilde Tiere gab und Kunstreiter; und die jungen Burschen der Stadt kamen gar nicht auf den Gedanken, vom Schauspiel zu reden, wenn sie auch von der Schule her ein bißchen davon wußten; denn das Städtchen selbst hatte kein Theater, nicht einmal ein Gebäude, das den Namen führte. Reisende Tierbändiger, Seiltänzer und Clowns trieben ihre Künste entweder in einer Strandbude oder auf freiem Feld. Ihre Unwissenheit war so groß, daß sie nicht einmal imstande war, zu fragen; sie saß da und erwartete naiv irgend etwas Merkwürdiges, etwa Kamele oder Affen. Allmählich beherrschte diese Vorstellung sie so, daß sie anfing, in jedem Gesicht um sich her ein Tier zu sehen—Pferde, Hunde, Füchse, Katzen, Mäuse; das machte ihr Spaß. Und so kam es, daß sich das Orchester versammelte, ohne daß sie es merkte. Erschrocken schnellte sie auf; denn mit einem kurzen, scharfen Gedröhne von Pauken, Trommeln, Posaunen und Hörnern setzte die Ouvertüre ein. Sie hatte ihrer Lebtag noch niemals mehr als ein paar Geigen und vielleicht eine Flöte zusammen gehört. Vor dieser brausenden Herrlichkeit erbleichte sie; die hatte etwas von einer kalten, schwarzen Sturzwelle; sie zitterte vor der nächsten; vielleicht würde die noch schlimmer werden—und doch, sie wünschte sich, daß es nicht aufhören möge. Bald strömten sanftere Harmonien Licht aus, bald öffneten sich Ausblicke, wie sie sie nie geträumt hatte. Melodien wiegten sie hinaus, empor, Spiel und Leben schwirrten rings durch die Luft, mit langem Flügelschlag schwang sich der ganze Zug aufwärts, senkte sich leise, sammelte sich wuchtig, teilte sich voll Übermut, in sprühendem Gewimmel, bis ein großes Dunkel sich niedersenkte und alles deckte; es war, als ob alles hinwegwirbele im Braus eines tosenden Sturzbachs. Dann wieder ein vereinzelter Ton, wie ein Vogel auf nassem Zweig über der Tiefe: wehmutvoll, furchtsam stimmte er an, aber während seines Sangs klärte sich über ihm die Luft, ein Sonnenschimmer brach hervor, und wieder lagen die weiten, blauenden Fernen voll jenes seltsamen Wogens und Flatterns hinter den Sonnenstrahlen. Eine Weile währte das fort—dann—o Wunder! verklang es in mildem Frieden. Die jubelnden Scharen zogen ferner und immer ferner, nichts mehr war da als die Strahlen, die durch die Luft sickerten und schmolzen; über der ganzen unendlichen Fläche nichts als Sonne, still, lichtdurchwoben alles—und in dieser Seligkeit träumte das Ganze aus. Sie erhob sich unwillkürlich, als es zu Ende war; denn sie selbst war auch am Ende. O Wunder—da ging die schöne gemalte Wand gerade vor ihr in die Höhe, bis an die Decke. Sie war in einer Kirche, einer Kirche mit Bogen und Pfeilern, einer Kirche voll Orgelbraus und Festesglanz, und Menschen in Gewändern, wie sie sie nie gesehen hatte, schritten herein, auf sie zu und redeten,—ja, wirklich, sie redeten in der Kirche! Und in einer Sprache, die sie nicht verstand. Wie? Hinter ihr redeten sie auch? "Setzen!" sagte jemand. Aber da war doch gar nichts zum Hinsitzen; und die beiden in der Kirche blieben auch ganz ruhig stehen; und je länger sie hinsah, desto klarer wurde es ihr, daß diese Trachten dieselben waren, die sie auf einem Bild von Olaf dem Heiligen gesehen hatte. Und da,—da nannten sie ja auch den Namen des heiligen Olaf!—"Setzen!" tönte es wieder hinter ihr. "Setzen!" riefen jetzt mehrere Stimmen. Vielleicht ist dahinten auch irgend etwas, dachte Petra und drehte sich hastig um. Ein Haufen zorniger Gesichter, manche darunter geradezu drohend, starrte ihr entgegen. Alles das geht nicht mit rechten Dingen zu! dachte sie und wollte gehen. Da zupfte eine alte Dame, die neben ihr saß, sie sachte am Rock. "So setzen Sie sich doch, Kindchen!" flüsterte sie. "Die hinter Ihnen können ja nichts sehen." Im Nu war sie wieder auf ihrem Platz. Natürlich—das da vorn ist das Theater, und wir sind die Zuschauer,—natürlich, das Theater! Und sie wiederholte das Wort, wie um es sich selbst ins Gedächtnis zurückzurufen. Und wieder blickte sie in die Kirche. Aber so viel Mühe sie sich auch gab, sie konnte den Menschen, der da redete, nicht verstehen. Erst als sie so nach und nach dahinter kam, daß es ein Mann war, jung und hübsch, fing sie ab und zu ein Wort auf. Und als sie begriff, daß er von Liebe redete, daß er verliebt war, da verstand sie so ziemlich alles. Jetzt kam ein Dritter hinzu, der sofort ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich lenkte; denn von Abbildungen her wußte sie, daß das ein Mönch sein mußte; und einen Mönch zu sehen, das war schon immer ihr sehnlichster Wunsch gewesen. Der Mönch ging auf so leisen Sohlen, bewegte sich so still, zeigte ein so frommes Gebaren; er redete so treuherzig, sprach so langsam, daß sie jedem seiner Worte folgen konnte. Da auf einmal drehte er sich um und sagte just das Gegenteil von dem, was er vorher gesagt hatte.—Herrgott! Das ist ja ein Bösewicht! Hört Ihr nicht? Ein Bösewicht ist er! Man sieht es ihm ja auch an! Daß der junge hübsche Mann das nicht merkt! Aber hören könnt' er's doch wenigstens! "Er hintergeht Sie!" flüsterte sie halblaut. "Psst!" sagte die alte Dame. Aber nein, der junge Mann hört nichts. Er geht fort, ganz vertrauensvoll; alle gehen sie fort. Ein alter Mann kommt jetzt herein. Ja, was ist denn das? Wenn der Alte spricht, so ist es, als spräche der Jüngling. Und dabei ist es doch ein alter Mann. Und plötzlich,—o Gott, o Gott! Ein leuchtender Zug von weißgekleideten Jungfrauen, die zwei und zwei langsam durch die Kirche ziehen. Noch lange, nachdem sie verschwunden waren, blickte sie ihnen nach, und in ihrer Erinnerung stieg eine ähnliche Erscheinung aus ihrer Kindheit auf. An einem Wintertag war sie mit ihrer Mutter übers Gebirge gegangen; und wie sie durch den frischgefallenen Schnee gewatet waren, hatten sie unversehens einen Schwarm junger Schneehühner aufgescheucht, die mit einem Schlag die Luft vor ihnen gefüllt hatten; weiß waren sie gewesen, und weiß der Schnee, weiß der Wald,—noch lange nachher streiften alle Gedanken weiß an ihr vorüber… Und in diesem Augenblick hatte sie dasselbe Gefühl.
Aber eine der weißgekleideten Jungfrauen tritt allein vor, mit einem Kranz in der Hand, und kniet nieder. Der Alte ist ebenfalls auf die Knie gesunken; und sie redet mit ihm; er hat Botschaft für sie und einen Brief,—aus fremden Landen. Er zieht den Brief heraus,—ha, man sieht es ihr an, der Brief ist von einem, den sie lieb hat. Wie himmlisch! Alle lieben sie einander hier! Sie macht den Brief auf,—aber es ist gar kein Brief—es ist alles lauter Musik,—und sieh doch, sieh! Der Brief ist ja er selber! Der Greis ist der Jüngling, der Jüngling, den sie liebt! Sie sinken einander in die Arme,—Himmel! Sie küssen sich! Petra fühlte, wie sie feuerrot wurde; sie barg ihr Gesicht in den Händen, während sie weiter zuhörte. Horch',—da erzählt er ihr, daß sie auf der Stelle Hochzeit halten wollen, und sie zupft ihn lächelnd am Bart und sagt, er sei ein Barbar geworden; und er sagt, sie sei ganz wunderschön geworden, und gibt ihr einen Ring und verspricht ihr Scharlach und Sammet, goldene Schuhe und einen goldenen Gürtel. Dann nimmt er fröhlich Abschied und geht zum König, um die Hochzeit auszurichten. Die Braut sieht ihm nach, leuchtend, strahlend; doch wie sie sich wieder umwendet, da ist es leer—leer.