Da nimmer wir können dein Wesen erreichen,
Erdachten wir uns Vermittler von dir;
Sie alle ließ ein Jahrtausend erbleichen,
Und wieder stehen wir weglos hier.
Sind krank wir geworden und klammern uns an?
Wo winkt uns ein Trost für den Traum, der zerrann?
Der Ewigkeitshoffnungen leuchtend Verlangen,
Das hoch uns erhob aus des Lebens Jammer,
Soll's weichen in schauderndem Todesbangen,
Sich wandeln zum Wurm in unserer Kammer?
Solo
Er, der mich durchhaucht,
Nein, nimmer er braucht
Den Mittler; ich hab' ihn in mir: das bist du!
Ist mein Ewigkeitsflug
Sein Wille, und trug
Mich zur Taufe sein Geist—bist es du, bist es du.—
Werd' ich teilhaft, ich Nichts,
Des ewigen Lichts?
In Demut mich beug' ich; denn ich weiß, das bist du!
Still wart' ich und fromm:
Erwecker, o komm,
Wenn du willst, wie du willst—das bist du, das bist du!
FRAGE UND ANTWORT
Das Kind
Du, Vater! Ich sah mich im Walde um,
War alles stumm,
Kein einziger Vogel sang ringsum.
Der Vater
Er flog gen Süd übers Meer hinab,
Der Lieder uns gab;
Kann sein, er findet dort sein Grab.
Das Kind
Der Arme; warum denn blieb er nicht?