Furchtbar ist das Volk, wenn es zum Sturm sich erhebt.

Je schlimmer sie dem Manne zusetzten, desto verächtlicher sah er auf sie herab.

Gott, wie er hasste, wie er gehasst wurde!

Hätte er gesiegt, er hätte sie alle miteinander niedergeknallt!

»Nun ist er es, der sterben muss!« jubelte es um ihn. »Eben stand er noch hier und schoss auf uns! Sterben sollst du, Verräter!«

Nie wohl hatte einer weniger Angst vor dem Tode, nie wohl hatte ihm einer ruhiger ins Auge gesehen als er, der stolz und stark dahinschritt.

Da geschah etwas.

»Das ist ja der Vater!« rief eine Kinderstimme durch den Lärm, und alle schauten auf und sahen einen kleinen Jungen von sechs Jahren, der von zwei kräftigen Armen über die ganze Horde emporgehoben wurde. Wie wenn ein greller Lichtstrahl ins Dunkel gefallen wäre! Und dann hing er auch schon um Vaters Hals, seine beiden Ärmchen schlossen sich zusammen, als ob sie den Vater nie mehr loslassen, als ob sie ihn gegen die ganze Welt verteidigen wollten.

»Warum sollen wir so weit laufen?« fragten jene, die weiter hinten waren und nichts sehen konnten. Und sie brüllten: »Erschiesst ihn doch gleich hier!«