Ich will alles aufschreiben, der Reihe nach und wie es vorfiel!
Am 25. Dezember, am Weihnachtstage, war ich wieder im Hamerlingpark. Luise war da und alle die anderen. Alle hatten sie Weihnachtsgeschenke mitgenommen, zeigten sich die und besprachen. Luise brachte einen großen schwarzen Muff, aus Astrachan in Sibirien.
Ein Neuling, Hella, war auch da, und ich fragte Lockenberg aus. Lockenberg, der alle kannte.
Da promeniert Luise an uns vorbei, sie hat einen breiten, schwarzen Samthut mit einem Kranz weißer Samtrosen darauf. Die tiefschwarzen Haare, romantisch um ein ophelienbleiches Antlitz, stark gewellt. Und laut sage ich:
Heute ist die Luise schön.
Zu Lockenberg sage ich das und Luise geht an uns vorbei.
Sie hatte sich umgedreht und mich angeblickt. —
Ich fühlte: An Luise, oder: Ferne Lilie ... etcetera etcetera ...
Dann, wie sie wieder an uns vorbeikommt, bleibt Luise stehen: „Gute Nacht, Herr Lockenberg ...“ — und mir bot sie die Hand ... Sie sah weg, lächeln mußte sie ...