Es war zwölf Uhr und ich ging schlafen.

Mein Großvater, der Herr Waldförster, hatte gesagt: Trab, trab, Kinder, schlafen gehen, und damit meinte er seine vielen Enkel, die alle in Großvaters und Großmutters Stuben zusammengekommen waren, aus der Stadt und von dort und von da.

Großvater und Großmutter hatten diamantene Hochzeit zu halten gehabt und auch ein wenig getanzt. Und jetzt war es zwölf Uhr nachts und Wein, Braten und Torten, Birnen und Nüsse lagen verlassen auf der langen Tafel.

Und als er das gesagt hatte, der Großvater, sagte ich auch gute Nacht und fromme Wünsche, war folgsam und ging in das Zimmer, das Großvater und Großmutter für mich bestimmt hatten.

Über den Gang ging ich und hier war es schon längst stockfinstere Nacht, auch als in den Stuben noch heller Sonnenschein brannte und nicht die vielen Lichter, die Großvater und Großmutter angezündet hatten, zu ihrem Fest in der Augustnacht ...

Über den Gang ging ich und machte die Milchglastür hinter mir zu ...

Welch herrlich feuchter Grasduft, der das Zimmer erfüllt!

Die Fenster waren offen und weiße Vorhänge schwanken langsam und blähen sich auf. Jedesmal, wenn ein Windzug draußen an den Baumblättern herabglitt, der auch die Hirschzungen am Fenster nicht ruhen ließ ...

Ich gehe einen Augenblick ans Fenster und spreite meine Ellenbogen auf das weiße Fensterbrett. Ach, alles hier war mir lieb und teuer.

Die Garten- und die Wiesenvögelchen wollten noch nicht schweigen!?