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Die Reise

Ich bin reisefertig.

Corra ging noch einmal hinauf in ihr Zimmer, um die Jacke; die Abende werden jetzt schon kühl. Ich stehe an den Pfosten der Türe zum Vorhaus gelehnt und warte. Und das macht mir Freude, daß ich hier so stehen darf, gelehnt an den Pfosten und warten ...

Und sie lassen mir ihn, den Pfosten, die hier heroben sind und hausen. Menschen voll Güte ...!

Ich stehe an den Pfosten gelehnt und überschaue von da aus die große weite Welt.

Corra kommt. Sie hat ihre Jacke, im Gehen ruft sie dem Küchenmädchen zu, ob sie die Levkojen hineingenommen habe. Marie?

... Ja, tönt es zurück.

Levkojen? frage ich.

Ja, sagt sie und lächelt. Und so kommt es, daß meine Augen noch einmal über das Haus gleiten müssen ... Und heimlich verabschiede ich mich von den großen, weißgetünchten Schornsteinen und von dem Himmel, der gleich hinter dem Dachfirst anfängt. Die paar Wölkchen, die ganz rot dahergesegelt kommen, inbegriffen. Und dann vom Dache extra. Das hat seine helle, ziegelrote Farbe schon ein wenig eingebüßt.