Hermia hatte nicht gelernt auf Felsgraten zu tanzen.

Die schwingenden Sphären nahmen sie an sich, komm zu uns, komm zu uns, riefen sie und Hermia fühlt, wie sie aufgehoben wird, abgehoben von dem Fels unter ihren Füßen, und hinabgleitet: — Sie fällt ihm um den Hals, Hermia, Graf Udo Ferdinand N., und birgt ihr Gesicht an seiner starken Brust.

Sein ist Hermia und die Seele blickt auf ...

Harmonium solo.

Und dann wird es das alte Lied: Hermia liegt zu Bett. Das hat an Kopf und Fußende ein kaltes, eisernes Gestänge. Und da sind noch viele Betten, und eines sieht dem anderen ähnlich auf ein Haar ... Neben dem großen Bett steht ein kleines Bettchen. Es ist nicht die Himmelswiege, es ist das große Bett aber en miniature.

Darin bewegt sich das Würmchen ...

Hermia aber liegt stumm, dann und wann tun sich die großen Augen auf und schauen die Zimmerdecke an ...

Neben Hermiens Bette sitzt die alte Wärterin, sie stickt.

Sie hat zeitlebens nur Anna geheißen und Kranke gepflegt, an Peppo gewürgt, und Peppo ist es in den Geschichtchen der Hermien, die hier im Spitale liegen und mit großen Augen der Wöchnerin zur leeren weißen Saaldecke schauen, nach den Bildern ihrer Erinnerung.

Und jetzt war Peppo sogar Graf, Graf Udo Ferdinand N., erzählt Hermia ...