[6] Der Kaufmann August Eisenstuck (ehemaliger Chef der bekannten Eisenstuck'schen Handlung in Annaberg) hat dieser Wohlthäterin des Gebirges im Jahre 1834 ein Denkmal auf dem Gottesacker zu Annaberg errichten lassen; sein Nachfolger Carl Hohl sen. entdeckte von ihr im grünen Gewölbe zu Dresden einen kleinen, in Elfenbein geschnittenen Kopf und liess darnach ein wohlgelungenes Bild herstellen, von welchem Photographien in den Annaberger Buchhandlungen zu haben sind.
[7] Er ist meist das Ziel, »wenn«, wie es scherzhaft heisst, »der Dresdener in die Bombluth geht«, und wird von der Residenz aus überhaupt viel besucht.
[8] Teplitz kommt von teply = warm und heisst etwa Warmbad.
[9] Aus Scharfenstein stammte der vielgenannte Wildschütz Stülpner.
[10] Von einer Bauernfrau, Gewerkin bei »Himmlisch Heer«, wird erzählt, dass sie sich täglich in theurem Weine gebadet habe.
[11] Ueber Adam Riese und dessen »Coss« vergl. die Programme der Annaberger Realschule von 1855 u. 1860.
[12] Ein Grenzstein aus jener Zeit ist noch an dem alten Wege von Königswalde nach Buchholz, zwischen der Weiperter Chaussee und dem Himmlischheerer Schacht zu sehen.
[13] Der Flossgraben ist 1564–66 von dem Annaberger Rathsherrn Georg Oehder, einem Schwager Melanchthons, abgemessen und angelegt worden. Fast in der Mitte des Einschnitts, welchen der Flossgraben zwischen Morgensonne und Pöhlberg durchzieht, befindet sich rechts, nach der Chaussee zu, ein Stein mit der Inschrift: G. Ö. und erinnert so an den Erbauer.
[14] Die aufgefundene Masse wog 276 Pfd.; der grösste Theil davon ist nach Prag und Wien gebracht worden; das elbogner Stück hält 36½ Pfd.
[15] Zur Zeit des Prinzenraubes war Schwarzenberg noch böhmisch; erst 1459, bei Vermählung Albrechts mit Sidonie von Böhmen, fiel es an die Mark Meissen; Kunz v. Kaufungen war daher am Fürstenberge der böhmischen Grenze schon sehr nahe gewesen.