»Sind Sie es wirklich?«
»Freilich, Herr Leath, und diesmal von keinem Gewitter hierherverschlagen.«
Sie lächelte und war sehr bleich; als sie ihm die Hand hinhielt, lag auf ihrem Antlitz ein Ausdruck, den er noch nie gesehen. Als er ihre Hand nahm, fühlte er, daß das Schlimmste, was er für sie gefürchtet, eingetreten sei, und er konnte nichts tun, als sie ansehen.
»Mich führte der Wunsch her, Ihnen für Ihre große Freundlichkeit zu danken.«
»Das war ganz unnötig.«
Bestürzt, verwundert wie er war, wußte er kaum, daß er ihre Hand noch immer festhielt, noch bemerkte sie es. »Ich weiß Ihre Güte wohl zu schätzen, Gräfin, aber ich hoffe, Sie wissen, daß alles, was ich für Sie tun konnte, gern geschehen ist.«
»Das sagten Sie gestern abend, und ich glaubte Ihnen, aber ich danke Ihnen nichtsdestoweniger.« Sie entzog ihm ihre Hand und trat ein wenig zurück. »Sie sehen mich sehr sonderbar an, Herr Leath! Weshalb?«
»Ich bitte um Entschuldigung. Ich — ich wußte das nicht. Sie sind bleich — Sie sehen ganz anders aus als sonst — das ist alles.«
»Kaum, glaube ich.« Sie hielt mit einem seltsamen, kalten Lächeln inne. »Ich bin nicht nur gekommen, um Ihnen zu danken,« sprach sie, jedes Wort abwägend. »Ich wollte Ihnen auch Glück wünschen.«