»Es ist seltsam!« Florence zog die Brauen zusammen. »Sie waren so sicher, daß er hier sei — so fest überzeugt davon! Sie haben mir nie gesagt, ob Sie ihn erkennen würden, wenn Sie ihm begegnen sollten.«
»Ihn erkennen? Ich habe ihn nie im Leben mit Augen gesehen!«
»Nein?« Ihr Gesicht verriet grenzenlose Überraschung. »Was ist er Ihnen denn, Herr Leath?«
»Das, verzeihen Sie, ist mein Geheimnis, Gräfin.«
»Es wird nicht weniger Ihr Geheimnis sein, wenn Sie es mir sagen. Ich habe kein Recht, Sie darnach zu fragen, das weiß ich wohl — ich weiß kaum, weshalb ich es tue. Mich geht es nichts an.« Sie blickte ihn an. »Nein, sagen Sie es mir nicht, — Sie haben völlig recht, es mir abzuschlagen und Ihr Schweigen zu bewahren. Ich bitte Sie um Entschuldigung. Ich frage Sie nicht.«
Jedem anderen Fragesteller gegenüber würde er stumm geblieben sein; ihr gegenüber blieb er es nicht. Er sagte es ihr mit zwei Worten. Florence fragte nicht weiter. Sein Aussehen verbot das. Schweigend reichte sie ihm zum Abschied die Hand; schweigend hob er sie auf ihr Pferd, und noch immer schweigend und verwundert ritt sie davon und ließ ihn allein.