Er ging über die Halde und durch St. Mellions nach dem Bungalow. In gewohnter Weise durch die Veranda eintretend, fand er Sherriff im Wohnzimmer in seinem großen Stuhl am Tische sitzen. Die beiden Kasten standen vor ihm wie am gestrigen Tage, und der alte Herr hielt einige Schriftstücke in der Hand. Sein schönes Gesicht war noch bleich und abgespannt, aber es hellte sich beim Eintritt des jungen Mannes auf.
»Wie Sie sehen, bin ich unfolgsam gewesen, Everard,« sagte er mit einem Lächeln, »und habe mich ohne Sie an die Arbeit gemacht.«
»Sie hätten auf mich warten sollen. In einem Augenblick steh’ ich zu Ihren Diensten, aber erst habe ich Ihnen etwas mitzuteilen.«
»Mir mitzuteilen?«
In der ruhigen, gelassenen Stimme des anderen lag etwas, das Sherriff veranlaßte, schnell aufzublicken.
»Hoffentlich nichts Unangenehmes?« fragte er.
»Nein — oder hoffentlich werden Sie es nicht dafür halten.« Er hielt inne. »Erinnern Sie sich noch, daß Sie mich vor einiger Zeit beschuldigten, Gräfin Florence Esmond zu lieben?«
»Mein lieber Junge, natürlich erinnere ich mich dessen.«
»Ich war nicht imstande, zu leugnen, daß Sie recht hatten, denn ich war mir seit Wochen meiner eigenen Torheit völlig bewußt gewesen. Ich liebte sie — ich tue es noch — ich werde sie stets lieben! Aber nichts lag mir damals ferner als der Gedanke, daß ich es ihr je sagen würde. Die Umstände haben sich indessen geändert, und ich habe es ihr gesagt. Was ich Ihnen mitteilen wollte, ist, daß sie eingewilligt hat, meine Frau zu werden.«
»Leath!«