»Sie wollen hoffentlich nicht damit sagen, daß irgend etwas Besonderes vorgefallen ist, was Sir Jasper verstimmt hat?«
»Du meine Güte, nein. Es ist eben nur sein chronisches Leiden! Wenn ihm einmal wirklich etwas Widerwärtiges zustieße, so würde es ihn vielleicht liebenswürdig machen — wer weiß? Ich habe jetzt angefangen, ›Das Hausgespenst‹ zu flöten, was der armen Agathe jedesmal einen furchtbaren Schrecken einjagt! Als ob ihr Herr und Gemahl den Gassenhauer kennte!«
»Das ist wohl kaum anzunehmen,« meinte Herr Sherriff lächelnd.
»Natürlich nicht. Trotzdem sah ich sie erzittern, wenn ich nur die Lippen spitzte. Ich sollte es natürlich nicht tun, nicht wahr? Junge Damen sollten niemals flöten. Da hat die arme Herzogin recht — kommt dort nicht jemand, Herr Sherriff?« unterbrach sie sich und horchte auf näherkommende Schritte — Schritte, die ihr ganz fremd waren.
Dann fuhr sie empor und rief in grenzenlosem Erstaunen: »Was, Sie sind es? Hier?«
Es war Everard Leath, der um die Ecke der Veranda bog, und der bei ihrem Anblick in ebenso großem Staunen stehen blieb.
Verwundert über ihr gegenseitiges Erkennen blickte Sherriff von einem zum andern.
Leath sprach zuerst.
»Ich bitte um Entschuldigung, Gräfin Esmond. Ich hatte keine Ahnung davon, daß Sie hier wären, und erwartete, Herrn Sherriff allein zu finden.«