»Ja. Ein ziemlich ansehnlicher Kerl — sonnverbrannt — erinnert mich an jemand, den ich gesehen habe,« fuhr Roy unzusammenhängend fort. »Gestern sprach ich mit ihm, oder er mit mir — ich weiß nicht mehr recht, wie es war — als ich hinüberritt, um zu sehen, ob mir der alte Buckstone das Öl für mein Rad besorgt hätte. Er wohnt dort, sagte er. Wunderlicher Geschmack! Wer es wohl sein mag? Sie wissen es nicht etwa, Chichester?«
»Ich bekümmere mich allerdings nicht um jeden, der in den Chichester Arms absteigt.« Der Redende blickte belustigt. »Ich wußte überhaupt nicht, daß dort jemand wohne. Vermutlich ein auf einer Fußtour begriffener Londoner.«
Roy schüttelte den Kopf.
»Das glaube ich nicht. Nicht das Genre — hat nicht den Londoner Dialekt — versteht zu viel von Pferden, um ein Großstädter zu sein. Kommt wohl aus dem Auslande. Wenn ich ihn wiedersehe, will ich ihn mal danach fragen.«
»Laß das nur! Es ist überflüssig. Was seinen Namen anbetrifft, so heißt er Everard Leath und kommt aus Australien. Wer er ist, weiß ich nicht, und was er will, das weiß er hoffentlich selbst.«
»Er hat es dir doch nicht etwa erzählt?«
»Mein lieber Junge, verzeih, das hat er getan.«
»Nun, das ist famos!« Roy riß die Augen noch weiter auf und lachte. »Du warst immer das wunderlichste Mädchen unter der Sonne. Wo in aller Welt hast du den Menschen gesehen?«
»Soll ich’s dir sagen?«