»Talbot sprach von Herrn Leath, und ich gab meiner Verwunderung darüber Ausdruck, weshalb du es dir in den Kopf gesetzt hast, ihn nicht leiden zu mögen, Onkel Jasper!«

»Leath?« Seine Augen wanderten von einem zum anderen, dann lachte er.

»Sie müssen Mangel an Gesprächsstoff haben, Chichester, wenn Sie den jungen Menschen zum Gegenstand Ihrer Unterhaltung machen! Oder sagten Sie vielleicht, daß Sie es bedauerten, meinem Rate nicht gefolgt zu sein und ihm Ihr Haus vermietet haben? Nun, ich habe Sie gewarnt — vergessen Sie das nicht.«

»Ich erinnere mich sehr wohl, daß Sie das getan. Aber als Mieter habe ich mich über Leath nicht zu beklagen,« gab Chichester mit verwundertem Blick zur Antwort, denn er war ein ehrlicher und streng gerechter Mann, und Sir Jaspers Warnung war ihm wie unverständlich.

»Ich habe bis jetzt keinen Grund, es zu bedauern, daß ich ihm das Haus vermietet, ja, ich sage sogar, daß er, so viel ich weiß, ein durchaus anständiger Mensch ist.«

»Der wahrscheinlich hier am Orte bleiben wird?«

»Das vermute ich — bis sein Mietsvertrag abläuft. Er hat mir indessen zu verstehen gegeben, daß er sich hier wahrscheinlich nur eine Zeitlang aufhalten würde.«

»Weshalb nur eine Zeitlang? Was kann er in einem Orte wie St. Mellions zu tun haben?« fragte der Baron in demselben schroffen, kurzen Tone. Er war dicht an das offene Fenster getreten und stand halb im Zimmer, halb draußen, den beiden anderen den Rücken zuwendend.

»Ich habe ihn wirklich nie gefragt! Ich dachte an eine geschäftliche Angelegenheit.«

»Eine sehr wichtige Angelegenheit,« warf Florence leicht dazwischen. Sie hatte keinen anderen Beweggrund, als die Absicht, ihren Vormund zu ärgern, wie sie vorhin ihren Verlobten geärgert und geneckt hatte.