[LIX] Die eingeklammerten Zahlen weisen auf den Gegensatz hin.

[LX] Die jüngsten Larven sind zwar ohne Flügelansätze, aber durch ihre sonstige Ähnlichkeit mit den ungleich häufigeren älteren Larven, die solche Ansätze haben, leicht kenntlich. Übrigens lassen sich die Larven der vier ersten Gruppen auch abgesehen von den Flügelansätzen durch die oben gekennzeichneten Merkmale der Mundbildung, der Kiemen und Endanhänge von den folgenden Larvengruppen unschwer unterscheiden. Zu Hilfe kann man noch nehmen, dass die Larven dieser vier Gruppen alle Netzaugen und grosse, wohl entwickelte Beine mit fast immer (oder immer?) teilweise gegliederten Tarsen haben und dass Brust- und Hinterleibsringe meist deutlich in ihrer Bildung von einander unterschieden sind.

[LXI] Die Gattungen sind unschwer durch die Ähnlichkeit mit den erwachsenen Tieren zu bestimmen.

[LXII] Kiemen steht in der Tabelle der Kürze wegen statt Tracheenkiemen.

[LXIII] Meines Wissens kommen nur bei Philhydrus testaceus Afterbeine vor und zwar stehen sie am dritten bis siebenten Hinterleibsring.

[LXIV] Hierher gehören eigentlich auch wegen ihrer Kiemen Berosus (Hydrophilide), Cnemidotus und Pelobius (Dytisciden). Von den Gyriniden, Sialis und Sisyra unterscheidet sich Cnemidotus dadurch, dass auch an den Brustringen Kiemen stehen, Pelobius durch bluterfüllte echte Kiemen an der Unterseite der Brust und Berosus durch die besondere Oberkiefer- und Beinbildung (S. 24) der Hydrophiliden.

Litteratur.

[1] Zum Bestimmen der im Wasser lebenden Käfer wie der Käfer überhaupt ist zu empfehlen der betreffende Band der „Fauna austriaca“, nämlich Redtenbacher: „Die Käfer“. Wien 1858. Die Litteratur über die Käferlarven und Käferpuppen ist übersichtlich zusammengestellt in M. Rupertsberger, „Biologie der Käfer Europas“. Linz 1880. Für unsern Zweck sind fraglos am wichtigsten die Arbeiten Schiödtes, welche in der Naturhistorik. Tidsskrift von Kröyer, Kopenhagen, erschienen sind und zwar in den Jahrg. 1862, 1864, 1867, 1872. Der Text ist teilweise dänisch, teilweise lateinisch; die wichtigste Auskunft geben übrigens schon die vorzüglichen Abbildungen. Nicht unterlassen möchte ich, gleich hier auf die unser ganzes Gebiet behandelnden älteren Werke von Rösel v. Rosenhof, Réaumur und De Geer hinzuweisen.

Rösel, „Monatlich herausgegebene Insektenbelustigungen“. 1746 bis 1761.

de Réaumur, Mémoires pour servir à l’histoire des Insectes. Paris 1734–42.