Sie war wirklich dankbar, denn Orange Lily war ihr besonderer Liebling, und sie schenkte ihm ein Lächeln, das jeden Mann belohnt haben würde.
»Hat der Regen nachgelassen?«
»Kaum. Es ist gut, daß das Haus hoch liegt, sonst würden wir Gefahr laufen, überschwemmt zu werden.«
Sie blickte ihn mit verändertem Ausdruck an.
»Wissen Sie, Herr Leath, daß Ihre Uhr eben acht geschlagen hat?«
»Ist es schon so spät? Nein — das wußte ich nicht. Sind Sie müde?«
»Gar nicht! Müde um acht Uhr? Aber ich bin schrecklich hungrig. Wissen Sie wohl, daß ich gar nicht zu Mittag gegessen habe?«
»Auf mein Wort, daran habe ich gar nicht gedacht! Ich muß um Entschuldigung bitten! Frau Young gibt mir mein Essen gewöhnlich mittags, und —«
»Und abends ein Abendbrot!« fiel Florence schnell ein. »Ja, das meinte ich. Ich wollte nur sagen, daß es wohl Zeit zum Abendessen sein müsse. Zeigen Sie mir die Speisekammer und wo Sie Ihr Tischtuch und Ihre Teller aufbewahren, und ich will Ihnen helfen.«
Wieder blieb ihm nichts anderes übrig, als sich zu fügen und ihr zu folgen, obgleich sie sich draußen in der Küche viel gewandter als er im Auftreiben des Tischtuches und alles sonstigen Erforderlichen erwies. Messer, Gabeln, Löffel, Teller, Gläser und Plattmenage — sie fand sie alle und lachte mit drolligem Vergnügen über ihre eigene Pfiffigkeit und vor Freude über die ungewohnte Beschäftigung; ihr fröhliches Lachen war einfach unwiderstehlich.