Leath murmelte etwas Unverständliches, was sie als eine Bejahung auffaßte.

»Danke. Aber sagen Sie ihm, daß ich morgen wieder vorsprechen würde. Und Sie gehen ja auch fort, Herr Leath. Das vergesse ich ganz und gar.« Sie war aufgestanden und sprach in einem weniger gezwungenen Ton als bisher. »Ich muß Ihnen also auch Lebewohl sagen. Wissen Sie schon, wann Sie reisen?«

»Nein,« — zum ersten Male seit ihrem Eintritt blickte er ihr voll ins Gesicht, — »ich gehe nicht aus St. Mellions fort, Gräfin.«

»Nein? Ihre — Ihre Pläne haben sich also geändert?«

»Ja.«

Er deutete auf den Stuhl, von dem sie aufgestanden war. »Setzen Sie sich wieder! Ich habe Ihnen etwas zu sagen.«

Es lag geradezu ein Befehl in seinem Tone, und sie war so namenlos überrascht, daß sie unwillkürlich gehorchte. Er blieb vor ihr stehen und preßte die Hand fest auf einen kleinen Stapel Briefe, der vor ihm auf dem Tische lag.

»Gräfin, erinnern Sie sich unseres Gespräches gestern an der Pforte meines Gartens?«

»Natürlich,« antwortete sie bestürzt.

»Ich erzählte Ihnen, daß ich St. Mellions verließe, und weshalb?«