»Die Sache ist sehr einfach, und ich glaubte, sie Sir Jasper vorige Woche genügend erklärt zu haben. Wenn Sie gestatten, so werde ich Sie mit ein paar Zeilen für ihn behelligen. Wie geht es allen in Turret Court, Lady Agathe, Fräulein Cäcilie?«
»Meine Tante ist so wohl, wie sie überhaupt sein kann, und Cis ist hübscher denn je. Sie und Harry Wentworth machen mich ganz sentimental — wirklich. Was wollte ich noch sagen? Ach ja! Roy ist sehr fidel und Sir Jasper griesgrämlich. Ich bin, wie Sie mich vor sich sehen.«
»Und wie Sie hoffentlich bleiben werden. Besseres können Sie nicht tun, liebes Kind.«
Der alte Herr blickte mit wohlwollendem, väterlichem Lächeln in das liebreizende, strahlende Gesicht.
»Sie wollen hoffentlich nicht damit sagen, daß irgend etwas Besonderes vorgefallen ist, was Sir Jasper verstimmt hat?«
»Du meine Güte, nein. Es ist eben nur sein chronisches Leiden! Wenn ihm einmal wirklich etwas Widerwärtiges zustieße, so würde es ihn vielleicht liebenswürdig machen — wer weiß? Ich habe jetzt angefangen, ›Das Hausgespenst‹ zu flöten, was der armen Agathe jedesmal einen furchtbaren Schrecken einjagt! Als ob ihr Herr und Gemahl den Gassenhauer kennte!«
»Das ist wohl kaum anzunehmen,« meinte Herr Sherriff lächelnd.
»Natürlich nicht. Trotzdem sah ich sie erzittern, wenn ich nur die Lippen spitzte. Ich sollte es natürlich nicht tun, nicht wahr? Junge Damen sollten niemals flöten. Da hat die arme Herzogin recht — kommt dort nicht jemand, Herr Sherriff?« unterbrach sie sich und horchte auf näherkommende Schritte — Schritte, die ihr ganz fremd waren.
Dann fuhr sie empor und rief in grenzenlosem Erstaunen: »Was, Sie sind es? Hier?«
Es war Everard Leath, der um die Ecke der Veranda bog, und der bei ihrem Anblick in ebenso großem Staunen stehen blieb.