»Sie haben sich wohl gewundert, wohin ich Sie führte, nicht wahr?« meinte sie.

Er schien ihre Frage nicht zu hören. Er hatte sich der Öffnung der Höhle genähert und blickte nach unten. Eine dicht von Schlingpflanzen überwucherte Felsplatte sprang etwa vier oder fünf Fuß vor, dann fiel die Klippenwand senkrecht ins Meer hinunter. Ein Schauder überlief ihn, als er auf die wogende Wasserfläche herniedersah, und er trat aus dem Bereich des herabströmenden Regens zurück.

»Sie haben sich einen gefährlichen Zufluchtsort gewählt,« sagte er. »Gefährlich?« gab sie zurück.

»Freilich. Im Falle eines Sturzes von hier oben —«

»O, eines Sturzes!«

Sie zuckte die Achseln. »Daran habe ich nie gedacht,« meinte sie gleichgültig. »Ich werde doch nicht so nahe herangehen, daß ich hinabstürzen könnte.«

»Absichtlich vermutlich nicht. Aber,« beharre er, »ein Sturz von hier oben würde den Tod bedeuten.«

»Ganz ohne Zweifel. Aber dasselbe ließe sich bei vielen anderen Stellen der Klippen behaupten. Die Felswände sind fast überall furchtbar steil. Es ist schon die Rede davon gewesen, den Klippenpfad durch ein Geländer zu schützen, glaube ich; aber der Plan ist wieder aufgegeben worden. Vielleicht ist es auch kaum nötig, denn die Eingeborenen kennen jeden Schritt und Tritt des Weges, und Fremde, wie Sie, sind eine seltene Erscheinung.«

»Sie wissen also,« sagte er langsam, »daß ich hier fremd bin?«

»Freilich. Erstens kenne ich Sie nicht, zweitens fragten Sie mich, ob unsere Gewitter sich immer so plötzlich zusammenzögen.«