»Florence behauptete es. Ich selbst konnte keine Ähnlichkeit sehen. Zuerst war Papa sehr liebenswürdig gegen ihn, und Roy hat ihn sehr gern, nicht wahr, Schatz?«

»Das will ich meinen — viel lieber als die meisten, mit denen ich sonst verkehre. Lassen Sie sich durch meinen Alten nicht gegen ihn einnehmen, Chichester! Er erzählte mir heute morgen, daß er Lychet Hut gemietet hätte. Er ist ein famoser Kerl! Und dabei fällt mir ein,« setzte Roy mit einem Lachen und einem Blick auf seine Schwester hinzu, »es lag ihm sehr viel daran, zu erfahren, wann Harry zurückkäme. Er kennt ihn nicht, nicht wahr?«

»Nein,« gab Cis schnell zur Antwort.

»Das dachte ich mir schon. Trotzdem wollte er es wissen — schien sehr erpicht darauf. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, muß ich sagen, daß er mich gehörig über Arborfield ausgepumpt hat. Wunderlich — nicht wahr?«

»Wunderlich? Ich nenne es unverschämt!« rief Cis und warf den goldblonden Kopf empört in den Nacken.

8.

Harry war wieder daheim und Cis selig, denn für sie war die Welt voll Sonnenschein.

Sie standen nach dem ersten Frühstück zusammen auf dem Flur — Harry hatte in Turret Court übernachtet, nachdem er in Arborfield über sich und seine Erlebnisse Bericht erstattet hatte — und überlegten, wie sie den Morgen verbringen wollten.

Cis, die in ihrem mattblauen Kleide mit ihren rosigen Wangen und dem goldblonden Köpfchen wie ein Nippfigürchen aussah, erklärte, daß sie weder Lawn-Tennis spielen noch ausfahren noch unter den Platanen vorlesen wolle, und die Frage war noch unentschieden, als Florence die breite Treppe herabkam. Sie trug ein hellgraues Leinenkleid mit roten Bandschleifen und leuchtendrote Rosen auf ihrem großen, weißen Schutzhute, unter dem ihr liebliches Antlitz wie eine taufrische Blume hervorschaute.

»Wohin gehst du, Florence?« fragte Cis.