»Ich habe keine Ahnung,« sagte Florence kalt. »Sagte Roy, daß er Sie zu sprechen wünschte?«

»Das gerade nicht! Aber er scheint sich verschiedentlich danach erkundigt zu haben, wann ich zurückkäme, und da ich ihn nie mit den Augen gesehen, noch je seinen Namen gehört habe, so ist das doch ziemlich wunderlich.«

Florence schwieg. Harry zündete sich eine zweite Zigarre an und meinte dann, daß es bei der Hitze kühler in Florences Höhle sein würde.

»Lassen Sie uns hingehen,« antwortete Florence lächelnd. »Es ist nicht weit. Das Gebüsch dort zur Rechten verbirgt den Eingang. Was sagst du dazu, Cis?«

Cis meinte freilich, daß sie das Hinabsteigen in das schreckliche Loch immer unheimlich fände und es nebenbei die Kleider verderbe.

»Ihr Zufluchtsort ist übrigens vor unbefugten Eindringlingen durch seine versteckte Lage ziemlich sicher, Florence. Finden Sie je dort auch nur ein verirrtes Kaninchen? Aber — wer — in des Kuckucks Namen —« Harry stieß die letzten Worte im Tone größter Verwunderung aus, und Cis entfuhr ein leiser Schrei, als sie beide das Gestrüpp anstarrten. Das Farnkraut und die Ginsterbüsche bewegten sich, raschelten und wurden beiseitegeschoben: ein Mann erschien in der Öffnung.

Bei seinem Anblick blitzten Gräfin Florences Augen, und ihre Wangen röteten sich vor Zorn.

»Es ist der Mensch, von dem Sie eben sprachen — Everard Leath,« sagte sie kurz, als Antwort auf Harrys Blick.

»So? Das nenne ich ziemlich unverfroren,« meinte er lachend, »haben Sie ihm freien Zutritt gewährt, Florence?«

»Unsinn! Seien Sie nicht abgeschmackt! Ich weiß nicht, was ihm einfällt. Lächerlich! Blicken Sie nicht hin, Harry; rauchen Sie ruhig weiter! Wir brauchen ihn nicht zu sehen.«