Cholin, C5 H15 NO2, wie oben, aber in den ersten Tagen; es zersetzt sich später in Di- und Trimethylamin und Triaethylamin;
das Cholin ist zu betrachten als Trimethyl-oxyaethylammonium-hydroxyd. (CH3)3 N. OH. C2 H4 OH;
Mydatoxin und Mydin, wie oben.
Zu den äusserst giftigen Basen gehören:
Peptotoxin, der giftige Bestandteil vieler Peptone; es entsteht z. B. auch bei der Verdauung von Fibrin durch künstlichen Magensaft, wahrscheinlich ebenfalls durch die peptonisierende Wirkung von Mikroben,
Neurin, C5 H13 N O, aus faulendem Fleische nach 5-6 Tagen,
Muscarin, C5 H15 N O3, ein Oxydationsprodukt von Cholin,
Tyrotoxicon, ein schweres Gift, gefunden in Vanille-Eis von Vaughan, weiter in Milch und vielen andern Nahrungsmitteln, besonders während der heissen Sommertage.
Chemisch nähert sich dieser Körper den Diazobenzol-verbindungen. Die toxische Wirkung giebt sich durch Diarrhöen kund. Es ist Flügge gelungen, dieses heftig wirkende Gift abzusondern und durch Versuche an Tieren zu zeigen, dass furchtbare Diarrhöen dadurch entstehen können, und sogar der Tod eintreten kann.