1.Schwefelsauren Kalk:
a.durch Fällung: Alle Kalksalze, deren Säuren in Alkohol löslichsind, sofern keine anderweitigen in Alkohol unlöslichen Substanzenzugegen sind.
b.durch Abdampfen: Alle Kalksalze, deren Säuren flüchtig sind, sofernkein nichtflüchtiger Stoff zugegen ist.
2.Kohlensauren Kalk:
a.durch Fällung mit kohlensaurem Ammon: Alle in Wasser löslichenKalksalze.
b.durch Fällung mit oxalsaurem Ammon: Alle in Wasser oder Salzsäurelöslichen Kalksalze ohne Ausnahme.
c.durch Glühen: Kalksalze mit organischen Säuren.

Von diesen Methoden wendet man die sub 2. b. am häufigsten an. Sie giebt nebst der sub 1. b. die genauesten Resultate. Die sub 1. a. wendet man in der Regel nur bei Scheidungen des Kalks von anderen Basen, die sub 2. a. meist nur dann an, wenn es sich darum handelt, Kalk zusammen mit anderen alkalischen Erden von den Alkalien zu trennen.

1. Bestimmung als schwefelsaurer Kalk.

a. Durch Fällung.

Man setzt zu der in einem Becherglase befindlichen Kalklösung verdünnte Schwefelsäure im Ueberschuss, fügt alsdann 2 Raumtheile Alkohol zu, lässt 12 Stunden stehen, filtrirt, wäscht mit Weingeist vollständig aus, trocknet und glüht mässig (§. [36]). — Eigenschaften des Niederschlages §. [52]. — Bei genauer Befolgung der gegebenen Vorschriften fällt das Resultat nur um eine Kleinigkeit zu gering aus. Der directe Versuch Nr. [61] ergab 99,64 statt 100,00.

b. Durch Abdampfen.

Man verfährt wie unter gleichen Umständen beim Baryt (§. [79. 1. b.]).

2. Bestimmung als kohlensaurer Kalk.

a. Durch Fällung mit kohlensaurem Ammon.

Man verfährt nach der beim Baryt angegebenen Methode (§. [79. 2. a.]) und trägt Sorge, den Niederschlag nur ganz gelinde, aber einige Zeit hindurch, zu glühen. Eigenschaften des Niederschlages §. [52]. Die Methode giebt, richtig ausgeführt, einen kaum nennenswerthen Verlust. Enthält die Lösung Salmiak oder ähnliche Ammonsalze in beträchtlicher Menge, so ist derselbe weit grösser.